++ Mann aus Wennigsen wegen versuchter Brandstiftung verurteilt ++

Ein Mann aus Wennigsen hatte im Finanzamt in Ricklingen Akten über sich vernichten wollen und deshalb selbst gebastelte Brandsätze in der Behörde platziert. Nur durch Zufall hatten diese damals nicht wie geplant funktioniert. Mittwoch ist der 66-Jährige vom Landgericht Hannover zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Richter sprach in seinem Urteil von einer massiven kriminellen Energie des Angeklagten. Er habe monatelang im Internet recherchiert, wie solche Brandsätze herzustellen seien. Durch die Tat wäre ein erheblicher Schaden zu erwarten gewesen, so der Richter. Der 66 Jährige Spediteur hatte im Prozess unter Tränen zugegeben, dass er die drei Brandsätze im Jahr 2017 im Finanzamt versteckt hatte. Durch das Feuer sollten Akten vernichtet werden, da der Unternehmer hoffte, dadurch eine Steuernachforderung über 300.000 Euro hinauszuzögern. Die Brandsätze explodierten jedoch nicht. In einem Fall hatte der Zünder versagt, bei den anderen beiden war zum Zeitpunkt des Auslösens das Benzin bereits verdunstet.

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