++ NGG pocht auch in Corona-Zeiten auf Arbeitsschutzregeln in Lebensmittelindustrie ++

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Kaum sind die Supermarkt-Regale mit Toilettenpapier oder Nudeln aufgefüllt, sind sie auch schon wieder leer. In der Lebensmittelbranche wird derzeit am Limit gearbeitet. Rund 5.500 Beschäftigte in der Region Hannover leisten einen entscheidenden Beitrag dafür, dass Essen und Trinken nicht knapp werden, so die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten. Die NGG warnte nun davor Gesetze bezüglich der Arbeitszeiten in der Lebensmittelindustrie auszuhebeln und macht sich Sorgen um eine Überlastung der Mitarbeiter. Überstunden und Extraschichten seien für die Beschäftigten seit Wochen an der Tagesordnung, sagte Lena Melcher von der NGG-Region Hannover. Dass täglich Nachschub in die Supermarktegale komme, sei ihr Verdienst. Zugleich übte die Gewerkschaft scharfe Kritik an den Supermarktketten: Sie forderten einerseits, dass in der Krise immer schneller produziert werden müsse, andererseits würden die Preise gedrückt. Das gehe auf Kosten der Beschäftigten, die ohnehin auf Volllast arbeiten, sagt Melcher. Sie warnte vor Eingriffen in das Arbeitszeitgesetz. Corona dürfe nicht dafür herhalten, die Höchstgrenzen auszuhebeln. Das Limit sei ganz klar 10 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche. 

++ Keine Schutzmaskenpflicht für Hannover ++

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Eine Maskenpflicht ist in Hannover bisher kein Thema. Der Krisenstab der Landesregierung ist der Meinung: Wer jetzt propagiere, jeder solle mit Aemschutzmasken herumlaufen, gefährde dadurch das Gesundheitssystem. Das sagte Heiger Stolz in Hannover, Leiter des Krisenstabs. Die Ausrüstung müsse gezielt in den Gesundheitssektor fließen, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Außerdem wird befürchtet, dass durch das Tragen von Schutzmasken womöglich andere Vorgaben weniger ernst genommen werden. Zuletzt hatte Niedersachsen eine Teillieferung von 150.000 Masken erhalten – gemessen am Bedarf sind das weiterhin viel zu wenig. Bestellt sind derzeit mehr als das Zehnfache.

++ Coronakrise: 5.800 Anträge auf Kurzarbeit in der Region Hannover ++

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Wegen der wirtschaftlichen Einbrüche in der Corona-Krise haben bereits Zehntausende Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit spricht von derzeit mehr als 41.000 Anträgen in ganz Niedersachsen. Die Zahl entspricht in etwa einer Verzehnfachung gegenüber der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009/2010. Bei der Arbeitsagentur hier Hannover sind seit Mitte März insgesamt 5800 Anträge für Kurzarbeit von den Firmen eingegangen. Sonst seien es unter 20 Anträge im Monat gewesen. Um die Herausforderung zu bestehen, hat die Arbeitsagentur umorganisiert.  Alle verfügbaren Kräfte, die sonst im Kundenverkehr arbeiten, sind zur Verstärkung in die Bearbeitung von Kurzarbeitergeld und in die Hotlines beordert worden. Um den Ansturm bewältigen zu können, wird auch am Wochenende gearbeitet. heißt es.

++ Betrugsverdacht: Firma aus Langenhagen verkauft Corona-Testkits ++

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Ein Corona-Testkit zum Selbertesten für 249 Euro, und das, obwohl bei den Tests vielfach von Mangelware die Rede ist... Die Geschäfte einer dubiosen Firma aus Langenhagen hat jetzt die hannoversche Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Laut Medienberichten vertreibt das Unternehmen unter diversen Webdomains angebliche Corona-Schnelltests. Unter der im Impressum angegebenen Adresse an der Berliner Allee in Langenhagen sei die Firma aber nicht anzutreffen gewesen. Hinter dem Geschäft soll ein Mann stecken, der bereits wegen Finanzbetrugs verurteilt sein soll, berichtet das Magazin VICE. Ermittelt wird jetzt unter anderem wegen Betruges.

++ 10 Mio. Euro: Stadt schnürt Hilfspaket für lokale Wirtschaft ++

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Die Stadt Hannover stellt Zuschüsse für die lokale Wirtschaft bereit. Wer von der Coronakrise besonders schwer getroffen ist, kann somit auf eine Entlastung hoffen. In einem schriftlichen Verfahren per E-Mail stimmte der Verwaltungsausschuss am Montag einem Hilfspaket in Höhe von 10 Millionen Euro zu, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Die Onlineplattform, über die die Zuschüsse beantragt werden könne, könnte bereits zum 1. April an den Start gehen, hieß es. Das Geld soll in kleine Betriebe oder zu Selbstständigen fließen, die von der Krise massiv bedroht sind.

Auch Familien will die Stadt finanziell entgegengekommen: Für April werden in Hannover laut Beschluss keine Kitagebühren erhoben. Die Ausfälle belaufen sich hierbei auf rund 2 Millionen Euro.

++ Bleiben Schulen zu? Lehrer erstellen vorläufige Zeugnisse ++

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Werden die Schulen womöglich überhaupt nicht mehr öffnen dieses Schuljahr? Das Kultusministerium hier in Hannover will sich auf diese Möglichkeit jetzt vorbereiten und wies die Lehrer an, für alle Schüler vorläufige Zeugnisse zu schreiben. Bis 15. April müssen die Noten in allen Fächern stehen – ermittelt an den bisherigen Leistungen. Erst am vergangenen Freitag waren die Abschlussprüfungen in den Mai verschoben worden. Kultusminister Grant Hendrik Tonne sieht vor, dass kurz nach Ostern eine Entscheidung getroffen wird, ob die Schulen bis zu den Sommerferien tatsächlich geschlossen bleiben müssen.

++ Aufnahmestopp für Pflegeheime ++

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Nach mehreren Corona-Infektionen und Todesfällen in einem Wolfsburger Alten- und Pflegeheim hat das Land am Montag schärfere Maßnahmen für ganz Niedersachsen angeordnet. Gesundheitsministerin Carola Reimann verhängte einen Aufnahmestopp für neue Bewohner in Pflegeheimen.  Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus in den Einrichtungen so weit es geht aufgehalten werden. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, so die Gesundheitsministerin. Reimann appellierte zudem nochmals, auf Besuche älterer Angehöriger zu verzichten, um diese vor einer Infektion zu schützen. Es gebe viele Hinweise, dass die Besuchsverbote für Alters- und Pflegeheime nicht beachtet worden seien. Reiman ordnete außerdem an, dass 22 niedersächsische Reha-Einrichtungen umgehend Patienten aus Krankenhäusern übernehmen sollen. Dadurch würden Kapazitäten von rund 2.000 Klinik-Betten für Corona-Erkrankte frei. Bei den zu verlegenden Patienten handele es sich um leichtere stationäre Fälle.

++ Corona-Soforthilfe vom Land: 2,6 Mio. Euro bewilligt ++

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Mehr als zweieinhalb Millionen Euro hat die Investitions-und Förderbank (NBank) bereits bewilligt, um Soforthilfen für niedersächsische Unternehmen zu leisten. Das Geld sei zur Auszahlung angewiesen und soll an 500 kleinere Firmen fließen, teilte die Bank am Sonntag in Hannover mit. Die Nachfrage ist angesichts der Coronakrise außerordentlich hoch: Bis Samstagabend waren bei der NBank etwa 22.000 Anträge eingegangen. Zeitweise war vergangene Woche die Webseite der Bank wegen Überlastung zusammengebrochen. Die Gelder kommen im Rahmen des Programms „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ in die Wirtschaft. Betriebe mit bis zu 49 Beschäftigten können Förderung beantragen. Die Zuschüsse liegen zwischen 3.000 und 20.000 Euro.

++ Wegen Corona untersagt: Polizei beendet Gottesdienst in Groß-Buchholz ++

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Trotz Kontaktverbot hat die Polnische Katholische Mission am Sonntag einen Gottesdienst abgehalten. Bis zu 50 Gläubige kamen laut Medienberichten in Groß-Buchholz zusammen. Die Polizei ließ den Gottesdienst daraufhin auflösen. Die Betroffenen akzeptierten die Entscheidung, zeigten sich aber eher uneinsichtig. Sie hielten die Maßnahme der Polizei für überzogen. Der Pfarrer habe dazu aufgerufen, Abstand zu halten und nicht miteinander zu sprechen, sagten die Gläubigen. Laut Polizei muss sich die Glaubensgemeinde auf eine Anzeige gefasst machen. Wegen der Corona-Situation sind derzeit auch Gottesdienste untersagt.

++ Corona-Behelfskrankenhaus: 500 Betten zur Messe transportiert ++

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Das Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände wächst. Am Wochenende haben zahlreiche Helfer 500 Betten und 350 Nachtschränke von Springe nach Laatzen transportiert und mit dem Aufbau begonnen.

Die Region Hannover bereitet sich auf steigende Covid-19-Infektionen vor. In dem gerade entstehenden Behelfskrankenhaus sollen künftig die Patienten behandelt werden, die wegen ihres Krankheitsverlaufs nicht mehr zuhause bleiben können, aber auch nicht auf die Intensivstation müssen. 150 Helfer haben Betten und Schränke am Wochenende verstaut, transportiert und verräumt. Im Einsatz waren freiwillige Feuerwehren aus der Region, Mitarbeiter des Abfallunternehmens aha und des Klinikums Region Hannover - aus dessen Bestand auch die Möbel stammen. „Wir sind dankbar für die Unterstützung“, teilte Regionspräsident Hauke Jagau aus seiner Quarantäne mit. Er sei froh, dass man in dieser Krise - neben all den Unsicherheiten - auch eine enorme Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung erlebe. Wann genau das Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände fertig sein wird, steht nach Informationen der Region noch nicht fest.

++ Corona-Fälle steigen - Weil: Noch zu früh für Lockerung ++

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Die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen und hier bei uns in der Region ist noch einmal kräftig gestiegen: Sie liegt im Land nun bei 3175 und in der Region bei 661. In den Krankenhäusern in und um Hannover liegen demnach derzeit 102 Patienten mit Corona-Infektion, 31 davon auf Intensivstation. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, ist zudem ein weiterer Mensch an dem Virus gestorben, im Landkreis Osnabrück. Insgesamt liegt die Zahl der Toten damit bei elf. Allerdings sind den Angaben zufolge auch mehr Menschen als gestern wieder gesund, nämlich landesweit 288.

Ministerpräsident Stephan Weil sagte, es sei noch zu früh, um über mögliche Lockerungen der Schutzmaßnahmen zu sprechen – zumindest solange man keinen wesentlichen Rückgang bei den Infektionen sehe. Nach den Osterferien würden Bund und Länder über die geltenden Maßnahmen beraten, so Weil im ZDF. Aktuell sei man immer noch dabei, das Gesundheitssystem auf die „riesengroßen Herausforderungen“ durch Corona vorzubereiten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte die Bürger zur Geduld. Man könne derzeit noch nicht einmal absehen, ob und wie die beschlossenen Schutzmaßnahmen wirkten.

++ Abi-Prüfungen werden um drei Wochen verschoben ++

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Die Abi-Prüfungen hier bei uns in Hannover und in ganz Niedersachsen werden wegen der Corona-Krise um drei Wochen nach hinten verschoben. Erster Haupttermin soll der 11. Mai im Fach Geschichte sein, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag in Hannover ankündigte. Die Abi-Zeugnisse sollten dann am 9. und 10. Juli ausgehändigt werden. Es sei das Recht der Schülerinnen und Schüler, Prüfungen abzulegen, so Tonne weiter. Das wolle man ihnen nicht vorenthalten.

Mögliche weitere Verschiebungen der Abi-Prüfungen lehnte der Kultusminister heute ab. Sollte das nötig sein, müssten die Abschlussnoten auf Grundlage der bisherigen Leistungen vergeben werden. Er lege aber Wert auf ein abgestimmtes Vorgehen der Länder, so Tonne. Die Schule soll nach derzeitigen Planungen am 20. April wieder anfangen. Möglicherweise würden die Schließungen aber noch Tage oder Wochen andauern - im schlimmsten Fall bis zu den Sommerferien.

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